Was versteht man unter einer Mammographie?

Die Mammographie ist eine Röntgen-Untersuchung der Brust zur Erkennung von Brustkrebs. Sie wird in der Regel in zwei Ebenen von jeder Brust angefertigt. Hierzu wird die Brust komprimiert, um die Strahlenbelastung zu reduzieren und die Detailerkennbarkeit zu erhöhen. Gelegentlich sind Zusatzaufnahmen, wie zum Beispiel Vergrößerungsaufnahmen von auffälligen Arealen, notwendig, um einen Befund besser beurteilen zu können. An der Universität Erlangen wird ausschließlich mit der digitalen Technik mammographiert. Mit ihr können zusätzlich feinste Bilddetails, wie zum Beispiel Mikrokalk, am Computer herausgearbeitet werden.

 

Wann wird eine Mammographie durchgeführt?

 

Eine Mammographie ist indiziert zur weiteren Abklärung von Brustbeschwerden, bei einem Tastbefund, auffälliger Absonderung aus den Milchgängen, bei familiärer Brustkrebsbelastung, eigener Krebsbelastung und als Kontrolluntersuchung nach einer Brustoperation.

 

Wie befundet der Radiologe eine Mammographie?

 

Der Radiologe sucht in der Mammographie nach kleinsten Verkalkungen und nach auffälligen Verdichtungen. Hierbei ist der Vergleich mit den Voraufnahmen unerlässlich, um diskrete Veränderungen erkennen zu können. Bei jungen Frauen, Frauen, die Hormonpräparate einnehmen oder Frauen, die bereits an der Brust operiert wurden, können die oben genannten Veränderungen durch einen dichten, weniger strahlendurchlässigen Drüsenkörper oder Veränderungen der Brustarchitektur nach einer Operation maskiert und damit schwerer zu erkennen sein.

 

Welche weiteren Untersuchungen der Brust gibt es?

 

1. Sonographie (Ultraschall)

Eine Ultraschalluntersuchung der Brust wird zur weiteren Abklärung auffälliger Befunde beim Brustabtasten oder in der Mammographie durchgeführt.

Sie wird als zusätzliche Methode eingesetzt, wenn der Drüsenkörper in der Mammographie weniger strahlendurchlässig ist. Nach Brustoperationen, mit oder ohne Silikonimplantaten, erlaubt sie wichtige Zusatzinformationen zur Mammographie. Die Sonographie ist angezeigt bei familiärer Brustkrebsbelastung und zur Unterstützung interventioneller Techniken in der Brustdiagnostik.

Moderne hochauflösende Ultraschallgeräte erlauben eine differenziertere Einteilung von Brustläsionen in zystische, wasserhaltige Prozesse und solide Veränderungen.

2. Magnetresonanztomographie (MRT)

Eine MRT der Brust kann sinnvoll sein bei unklaren Befunden in der Mammographie und Sonographie, nach einer Brustkrebsoperation im Rahmen der Nachsorge, bei Prothesen- und Implantatträgerinnen, bei familiärer Brustkrebsbelastung, bei eigener Krebsbelastung und bei bereits diagnostiziertem Brustkrebs zur Planung des weiteren Vorgehens. Die Untersuchung der Brust in der MRT wird aus technischen Gründen in Bauchlage durchgeführt. Wichtig ist die intravenöse Gabe eines Kontrastmittels, da sich gutartige und bösartige Veränderungen durch die Dynamik und Stärke ihrer Kontrastmittelaufnahme voneinander unterscheiden. Jedoch sind auch Kontrastmittelanreicherungen im normalen Brustdrüsengewebe möglich. Daher ist die Interpretation einer Brust-MRT nur in Kombination mit anderen diagnostischen Verfahren, wie der Mammographie und Sonographie sinnvoll möglich.

3. Galaktographie

Die Galaktographie ist die Darstellung der Milchdrüsengänge bei auffälliger Sekretabsonderung. Hierzu wird weniger als ein Milliliter Kontrastmittel in den entsprechenden Milchgang injiziert und anschließend eine Mammographie durchgeführt. Kleine Milchgangstumore können so entdeckt werden.

 

Was passiert, wenn ein verdächtiger Befund erhoben wurde?

 

In den meisten Fällen ist eine histologische Diagnosestellung vor einer Operation mittels minimal invasiver Verfahren möglich und sinnvoll.

Wir bieten folgende Möglichkeiten an:

1. Sonographisch gezielte Hochgeschwindigkeitsstanzbiopsie

2. Vakuumsaugbiopsie (sonographisch, mammographisch oder in der MRT)

Zur Abklärung wird Ihnen von uns die für Sie am besten geeignete Methode in einem Beratungsgespräch empfohlen.

 

Was ist Screening?

 

Screening bedeutet Röntgenreihenuntersuchung der Brust. Dazu werden Frauen in der Altersgruppe von 50 bis 69 Jahren schriftlich von einer zentralen Stelle eingeladen. Zurzeit findet der Aufbau eines deutschlandweiten Screeningprogramms statt.

Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen: www.mammamobil.de.